Wandern im Lake District

21 Jul, 2018 | England | 0 Kommentare

Ich hatte mich also auf den Weg gemacht, die erste geplante Wanderung, allerdings nicht alleine, wir waren am Anfang zu Viert unterwegs. Etwas ungewohnt war es, nicht das Laufen sondern „der Weg“ an sich, schauen, fotografieren, reden, da ich nicht so der Herdenmensch bin musste ich erst einmal ein Gefühl finden. Ein Gefühl hatte ich aber sofort für diese wunderschöne Natur.

Doch von Anfang an,  wir waren also in Windermere, wo wir ein Hotelzimmer für 4 Tage gebucht hatten.
Einige berichten, dass es Mitte Juni in Windermere ziemlich überlaufen ist, eine in Lübeck lebende Engländerin hatte mir aber versichert, dass die Ferien in England erst später beginnen und so war es auch, also alles perfekt.

Windermere ist ein nettes kleines Örtchen mit Restaurants, Cafés, Post, Outdoor- und Souvenierläden. Aber auch mit ganz ruhigen Ecken wo dir nur wenige Menschen begegnen, aber alle ein freundliches Grußwort parat haben, wie schön.

Sehr gut essen kann man bei Tapirs in Windermere, tolle Atmosphäre, super Essen und total nette Bedienung. Wir waren sogar zwei Mal dort, innerhalb unseres kurzen  Aufenthaltes in Windermere.

Für mich ein wirklich netter Ort, den ich gerne wieder aufsuchen würde besonders wegen der wunderbaren Unterkunft und den fantastischen Gastgebern.

 Ich bin ja immer sehr gespannt wie die Unterkunft tatsächlich aussieht, wie sie auf mich wirkt, entspricht das Zimmer so wie ich es mir vorgestellt habe. Vorweg, es war so ein netter Empfang von Richard, dem Landlord, das kleine Hotel und das Zimmer übertrafen noch meine Erwartung. Die Fenster unten links gehörten zu unserem Zimmer, aber über das Hotel später mehr.

Wandern im Lake District, naja, so richtig wandern war es nicht, eher ein Light- oder Schnupperwandern, ein Testwandern ob es mir überhaupt spaß bringt.

 Und so war ich dann auch unterwegs ohne perfekte Wanderausrüstung. Leichter Nylonrucksack, der sich später allerdings für die Stadt als bester Rucksack bewährt hat, die gekauften Wanderschuhen ließen mich grübeln, waren sie vielleicht doch zu groß, hatte ich die falschen Socken an, also zog ich mit meinen geliebten Nikes los. 

Alles Anfängerfehler, störte mich aber absolut nicht, funktionierte alles ganz prima.

Dann ging es los, meine 1. Wanderung, naja, eher Softwandern, keine Steigung, Natur pur, genau das richtige für den ersten Wanderversuch. Weites Land mit grasenden Schafen, Berge und Hügel im Hintergrund, irgendwie empfand ich es als sehr ruhig, eingehüllt in die Natur. Ist das das Wandern wie ich es mir vorgestellt habe, ich bin gespannt und offen für alles … besonders neue Erfahrungen.

Nach diesem schönen Wandertag ging es aufs Wasser. Auch wenn es ziemlich touristisch ist, eine Fahrt auf dem See sollte man unbedingt einplanen, eine wahnsinnig schöne Kulisse erwartet Dich und zwar in alle Himmelsrichtungen.

Für Nostalgiker haben wir auch etwas entdeckt, das haben wir natürlich auch mitgemacht. Es war wie eine Reise in die Vergangenheit auch wenn sie nur 20 Minuten dauerte. Nett war es.

Zu Hause stellte ich mir vor einmal in England Auto zu fahren, doch diese Idee hatte ich an diesem Tag ganz schnell vergessen – wir waren mit einem kleinen Bus unterwegs. Diese enge Straßen sind nichts für schwache Nerven und wahrscheinlich muss man so unglaublich humorvoll, wie der Busfahrer sein, um gelassen zu bleiben. Bei bleibt erstmal die Idee und das Warten auf eine günstigere Gelegenheit. 

Wir waren mit dem Bus und unterwegs, das Ziel war ein kleiner Ort mit dem Namen Hawkshead.

Hawkshead

Es war so hübsch und beschaulich dort, bunte Blütenpracht an den Häusern, nette Dekorationen an den Fenstern, man kann sich in den kleinen Gassen nicht satt sehen.

Leider hatten wir einen total verregneten Tag, gerne hätte ich den beschaulichen Ort im Sonnenschein gesehen, aber wahrscheinlich wären dann deutlich mehr Touristen unterwegs gewesen, alles war gut so, besonders als ich dieses kleine Café entdeckte. Hatte ich schon erwähnt, dass ich Bäckereien und kleine Cafés liebe und dieses kleine Café war etwas ganz besonderes.

Und … habe ich zu viel versprochen? Es war so kuschelig und gemütlich im Sun Cottage Café, am liebsten hätte ich bis zum Abend dieses gemütliche Ambiente genossen.

Beatrice Potter

 Noch immer regnete es als wir mit dem kleinen Bus und dem sehr lustigen Busfahrer zum Haus von Beatrice Potter fuhren. Ich weiß, auch sehr touristisch, aber da wir in dieser Gegend waren, warum nicht einmal bei Beatrice Potter reinschauen und ich war nicht enttäuscht.

Alles war so ursprünglich, so idyllisch, ich vermute fast, dass es an diesem regnerischen Tag lag, irgendwie war es verwunschen. Die Phantasie in meinem Kopf zeigte mit Bilder von vergangener Zeiten, wie Menschen durch diesen wunderschönen Garten schlendern oder bei sommerlichen Temperaturen spaß mit den verschiedenen Spielgeräten aus Holz haben.

Gerne hätte ich eine Zeitreise unternommen, mich unterhalten und entspannt auf dem Rasen gesessen.. Bevor ich in Wehmut versinke müsst ihr noch dieses Foto ansehen, aufgenommen auf der Toilette auf dem Beatrice Potter Anwesen.  Schön, nicht wahr.

Wheatlands Lodge Guesthouse

 Achja, das wunderschöne kleine fantastische Hotel in Windermere, was für ein Glücksfall, dass ich es im Netz entdeckt hatte, es ist das Wheatlands Lodge Guesthouse und einfach grandios.
Von Richard dem Landlord wurden wir bereits am Eingang begrüßt und staunten nicht schlecht als wir das wunderbare Zimmer mit dem Ausblick auf den Garten entdeckten.

Ein ruhiges Hotel und doch zentral zum kleinen Ort und zu den Wandermöglichkeiten gelegen, ich hatte ein Kleinod mit liebenswerten Gastgebern gefunden. Gerate ich ins Schwärmen? Absolut, weil nicht nur das Zimmer und die Lage begeistern, auch das Frühstück ist ein Traum.

Alles wurde frisch und persönlich von der Landlady zubereitet, ich genoß jeden Tag dieses unglaubliche Geschmackserlebnis. Jeden Morgen gab es eine Empfehlung für ein warmes Frühstück, man konnte aus der Karte wählen und sich am Buffet mit frischem Obst oder Müsli bedienen. Auch Wünsche für Vegetarier und Veganer wurde berücksichtigt und so bekam ich mein individuelles warmes Frühstück mit frischen Pilzen, Spinat und Chili auf leicht geröstetem Vollkornbrot.

Mein Herz jedoch schlägt allerdings für diese Roasted Plums, ich werde wohl die Landlady einmal um das Rezept bitten.

Das Beste kommt bekanntlich zum Schluss

Ein ganz besonderes Wandererlebnis hatte ich dann doch noch und das war direkt vor der “Haustür”, der Orrest Head. Der Weg nach oben dauert ca. 30 Minuten,  ist ein bisschen anstrengend, zum Teil mit Steinen versehen und das letzte Stück etwas steil, als ungeübte Wanderin hatte ich das das aber prima geschafft – der Weg ist das Ziel. Der Ausblick war fantastisch und dieses Mal meinte es der Wettergott so richtig gut mit uns. Das blaue Wasser glitzerte in der Sonne, vereinzelt zeigten sich weiße Wolken, das Grün leuchtete und es war ruhig, obwohl wir nicht alleine waren. Einfach nur dasitzen und genießen, was für ein schöner Tagesabschluss.

 Das waren wunderschöne Tage in Windermere, im Lake District, mit allem was der Wettergott zu bieten hatte, aber ehrlich … es war sowas von egal. Ich habe rundum alles in vollen Zügen genossen.

Buy Buy Windermere, es war wunderschön.

Weiter ging es für wenige Tage nach Liverpool.
Wenn du Lust hast kannst du HIER meine Geschichte über Liverpool lesen.

 

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Ich bin Gabriele ….
seit 2000 im schönen Lübeck zu Hause, aber im Herzen noch immer eine Hessin.
Irgendwie ist bei mir, in meinem Kopf immer etwas los, Ideen, Überlegungen, Konzepte, Ausprobieren, Langeweile gibt es nicht. Fotografieren ist meine Leidenschaft, noch mehr eine gesunde Lebenseinstellung, im wahrsten Sinne des Wortes.
Ende 2020 ist meine Verlagstätigkeit zu Ende, es wird Einschränkungen und neue Erfahrungen geben. Ich bin gespannt und plane bereits jetzt.
Viel los ... wie immer.

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